Basistechniken "Abwehren in der Bodenlage", Bochum-Gerthe
am 21.01.2006
   
     

Capraro in Höchstform - Abwehren in der Bodenlage

Am 21. Januar 2006 wurde Verna Capraro nicht nur geehrt (siehe nächsten Artikel), sondern er zeigte erneut sein Können im Bereich der Bodentechniken.

Wie gewohnt locker präsentierte er sich und seine Techniken. Nach der allgemeinen Aufwärmphase ging es gleich auf den Boden. Dort zeigte sich dann auch die jahrelange Judoerfahrung des Referenten. Aus Bewegungsspielen heraus wurden die Techniken erlernt. Es war ein Wechsel zwischen Würge- und Hebeltechniken. Mit dem Begriff „Bewegungsspiele“ wird jedem sicherlich deutlich, daß auch das Schwitzen nicht zu kurz kam.

 
Der Lehrgang war aber nicht nur für Judobegeisterte interessant (dann wär ich auch nicht zum zweiten Mal dabei gewesen), sondern insbesondere für die Jiu-Fraktion. Denn die hier gezeigten Techniken waren zwar aus dem Judo, allerdings waren sie in der Form abgeändert, daß sie auch auf der Straße effektive Hilfen sein könnten. Durch eine schnelle Anwendung der „sanften Techniken“ wurde jedem dann bewusst, daß man auch auf dem Boden reelle Chancen hat, als Sieger aus einem Straßenkampf hervorzugehen.
Wer das verdrehen oder überdehnen eines Gelenkes zu extrem vollzogen hätte, der hätte letztlich auch keinen Partner mehr gehabt (so viel zur „sanften Technik“).
 

ABER: Es sei hier festzuhalten – ES GAB KEINE VERLETZTEN.

Der Lehrgang hat den fast 50 Teilnehmern viel Spaß gemacht. Er hat in den 3 Stunden viel gebracht – der Lehrgang. Der ein oder andere konnte seine Technik sogar noch verfeinern.

An einem Lehrgang in dieser Form sollte man nicht nur teilnehmen, weil man noch einen Lehrgang für die Prüfung braucht. Ein Lehrgang dieser Art gehört einfach dazu - außerdem, wann hat man schon mal die Chance, einen 7. Dan in Aktion zu sehen.

(Artikel von Thomas Meister)

 
Zu Beginn eines souverän geführten Lehrgangs Basistechniken - Abwehren in der Bodenlage - wurde Lehrgangsleiter Verna Capraro vor ca. 40 Lehrgangsteilnehmern von Jochen Kohnert (9. Dan Jiu-Jitsu) und Ingrid Ostle (1. Vorsitzende) der 7. Dan verliehen. Dafür nochmals von dieser Stelle herzlichen Glückwunsch.
Nach einigen dankenden Worten des Geehrten gingen dann alle Sportler frisch ans Werk.
Vertreten waren alle Kyu sowie Meistergrade bis zum 4. Dan.
Bevor alle Teilnehmer dann in das Technikprogramm einsteigen konnten, war ein spielerisches sowie schweißtreibendes Aufwärmen angesagt.
 

Nach dem Aufwärmen demonstrierte Verna Capraro eindrucksvolle Techniken, Hebel, Würger, Umdreher und diverse andere Befreiungsaktionen, in und aus der Bodenlage, sowie Variablen nach dem Motto "Wenn das eine nicht geht dann eben das andere." Mit den Worten "spielt mal ein wenig", ermutigte Verna Capraro auch selber nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen und diese einzusetzen.

Nach ca. zweieinhalb Stunden intensiver Bodenarbeit und abschließendem Mattenabbau, gingen die Jiujitsukas ins Restwochenende.

(Artikel von Hans-Jörg Stephan)